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Einen Stift anzuspitzen wirkt vielleicht einfach, doch eine Spitze, die ständig abbricht oder nicht die gewünschte Form bekommt, kann frustrierend sein. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du verschiedene Stifte richtig anspitzt, sowohl mit einem Anspitzer als auch mit einem Messer. Außerdem erfährst du, warum Spitzen häufig abbrechen, wie du die richtige Methode für unterschiedliche Stifte wählst und wie du deinen Anspitzer in bestem Zustand hältst, um optimale Ergebnisse zu erzielen.



Warum bricht die Spitze ständig ab?

Wenn die Spitze immer wieder abbricht, liegt das nicht unbedingt an dir, aber irgendetwas stimmt nicht. Möglicherweise ist der Stift beschädigt, der Anspitzer stumpf oder die Technik passt nicht zum jeweiligen Stift. Stifte, die auf den Boden gefallen sind, können bereits Risse in der Mine haben, lange bevor du überhaupt mit dem Anspitzen beginnst. Ein stumpfer oder verschmutzter Anspitzer reißt das Material eher heraus, als es sauber zu schneiden, wodurch die Spitze leicht abbricht. Manche Stifte, wie Kohle- oder Pastellstifte, erfordern außerdem eine vorsichtigere Technik als gewöhnliche Bleistifte. Zum Glück lassen sich die meisten dieser Probleme mit der richtigen Methode und dem passenden Werkzeug vermeiden. Wir zeigen dir, wie es geht.



Die richtige Methode für den jeweiligen Stift

Verschiedene Stifte erfordern unterschiedliche Anspitztechniken. Hier siehst du, welche Methode sich für welchen Stift am besten eignet.

  • Bleistifte und Grafitstifte (hart/weich): Manueller oder elektrischer Anspitzer, oder Messer + Schleifpapier für bestimmte künstlerische Techniken.

  • Buntstifte (hart/ölbasiert): Ein Anspitzer funktioniert gut, idealerweise mit besonders scharfer Klinge.

  • Buntstifte (weich/wachsbasiert): Messer + Schleifpapier oder vorsichtiges Anspitzen mit einem Anspitzer.

  • Aquarellstifte: Messer + Schleifpapier werden empfohlen.

  • Kohle- und Pastellstifte: Immer mit Messer + Schleifpapier anspitzen.

  • Fallminenstifte (dickere Minen, z. B. 2 mm): Schleifpapier oder der im Stift integrierte Minenspitzer.

  • Druckbleistifte (dünnere Minen, z. B. 0,5 mm): Müssen nicht angespitzt werden, für zusätzliche Präzision kannst du jedoch einen speziellen Minenspitzer verwenden.


Einen Stift mit Messer und Schleifpapier anspitzen

Das Anspitzen mit einem Messer ist nicht nur etwas für Profis, sondern für alle, die die volle Kontrolle über Form und Länge der Spitze haben möchten. Viele Künstlerinnen und Künstler, die mit Bleistift und Grafit arbeiten, nutzen genau diese Methode, um eine lange, fein zulaufende Spitze zu erzeugen. Dadurch lassen sich große Flächen mit der Seite der Mine schattieren, während gleichzeitig präzise Linien möglich bleiben. Diese Technik ist außerdem besonders schonend für empfindlichere Materialien wie Kohle-, Pastell- und Buntstifte.


Das benötigst du

  • Ein scharfes Messer: Das Wichtigste ist, dass das Messer wirklich scharf ist. Andernfalls kann das Holz splittern, die Hand schneller ermüden und im schlimmsten Fall die Mine brechen. Bastelmesser, Skalpelle und Cuttermesser eignen sich alle gut. Besonders praktisch sind Cuttermesser mit Abbrechklingen, da du einfach ein neues scharfes Segment freilegen kannst, sobald die Klinge stumpf wird.

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  • Schleifpapier: Zum Formen der Spitze benötigst du ein Schleifpapier, das fein genug ist, um die Mine nicht zu beschädigen, aber dennoch ausreichend Grip bietet. Eine Körnung von 120 bis 250 eignet sich am besten. Du kannst einen Schleifpapierblock oder einen losen Streifen verwenden, solange die Oberfläche eben und stabil ist.

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Mit Messer und Schleifpapier anspitzen: Schritt für Schritt

1. Das Messer richtig halten

Lege die Klinge fast flach an den Stift an. Je kleiner der Winkel ist, desto mehr Kontrolle hast du.

2. Das Messer richtig ansetzen

Setze das Messer einige Zentimeter weiter unten am Stift an. Für eine lange Spitze sind etwa 2 bis 3 cm ideal. Entferne zunächst das Holz, um die Mine freizulegen, ohne die eigentliche Spitze bereits zu formen.

Überlege außerdem, wie lang die Spitze werden soll: Für Bleistifte, Grafitstifte und härtere Buntstifte eignet sich eine längere Spitze von etwa 2 bis 3 cm. Für Kohle-, Pastell- und andere empfindliche Minen ist eine kürzere Spitze besser, damit sie nicht so leicht abbricht.

3. Das Holz abtragen

Beginne nun, das Holz mit kleinen, kontrollierten Bewegungen abzutragen. Arbeite in dünnen Schichten und mit leichtem Druck. Ist die Klinge scharf genug, musst du nicht viel Kraft aufwenden. Lass das Messer entlang des Stifts gleiten und entferne rundherum gleichmäßig feine Holzspäne. Ziel ist es zunächst, die Mine freizulegen, nicht sie zu formen. Wenn du dich der Mine näherst, verringere den Winkel noch weiter und arbeite besonders vorsichtig. Manche Stifte besitzen eine dünne Klebeschicht zwischen Holz und Mine, die sich als leichter Widerstand bemerkbar macht. Schneide ruhig und kontrolliert hindurch.

Wichtig: Schneide beim Anspitzen immer vom Körper und von den Fingern weg. Besonders bei stumpfen Klingen kann man leicht abrutschen. Kinder sollten Messer niemals ohne Aufsicht eines Erwachsenen verwenden.

4. Die Spitze mit Schleifpapier formen

Sobald die Mine freiliegt, wird die eigentliche Spitze geformt. Das gelingt am besten mit Schleifpapier. Lege das Schleifpapier flach auf den Tisch und halte den Stift so, dass die Mine auf der Oberfläche aufliegt. Bewege den Stift mit sanften Bewegungen vor und zurück und drehe ihn gleichzeitig zwischen den Fingern. Dadurch wird die Spitze gleichmäßig rundherum geschliffen. Arbeite langsam und mit wenig Druck, denn hier geht es um Feinarbeit und nicht um grobes Abschleifen. Wische die Mine zwischendurch mit einem Tuch oder etwas Papier ab, um die Form zu kontrollieren. Ziel ist eine gleichmäßige und ausgewogene Spitze, genau so spitz oder rund, wie du sie haben möchtest.

Tipp: Bewahre den Schleifstaub auf, der beim Formen der Spitze entsteht. Mit einem weichen Pinsel kannst du ihn für Schattierungen, Übergänge und weiche Effekte in deinen Zeichnungen verwenden.

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Einen Stift mit einem Anspitzer anspitzen

Die Verwendung eines Anspitzers wirkt selbstverständlich, doch viele Spitzen brechen durch die falsche Technik ab, etwa durch zu viel Druck, einen falschen Winkel oder einen stumpfen Anspitzer. Mit der richtigen Technik erhältst du jedes Mal eine saubere Spitze, ganz ohne Frust.


Das benötigst du

  • Einen scharfen und sauberen Anspitzer: Für die besten Ergebnisse sollte der Anspitzer in gutem Zustand sein. Ein stumpfer oder verschmutzter Anspitzer sorgt für ungleichmäßige Späne, beschädigte Spitzen und unnötigen Materialverlust. Leere ihn regelmäßig aus und tausche die Klinge aus, wenn möglich, besonders wenn die Spitze trotz richtiger Technik nicht mehr richtig scharf wird.

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So spitzt du mit einem Anspitzer an: Schritt für Schritt

1. Halte den Stift gerade

Wenn du einen manuellen Anspitzer verwendest, solltest du den Stift gerade in die Öffnung führen, nicht schräg. Drücke nicht zu fest, da sonst die Mine leichter abbrechen kann. Arbeite mit gleichmäßigem, leichtem Druck.

2. Vorsichtig drehen (oder den Anspitzer arbeiten lassen)

Bei einem manuellen Anspitzer drehst du den Stift, nicht den Anspitzer. So hast du mehr Kontrolle und erhältst eine gleichmäßigere Spitze. Bei elektrischen Anspitzern führst du den Stift einfach ein und lässt das Gerät die Arbeit erledigen. Zusätzlicher Druck ist nicht nötig.

3. Warten, bis der Widerstand nachlässt

Sowohl bei manuellen als auch bei elektrischen Anspitzern kannst du spüren, wann die Spitze fertig ist. Der Widerstand nimmt ab und es fühlt sich „fertig“ an. Nimm den Stift dann heraus und kontrolliere die Spitze. Längeres Anspitzen als nötig nutzt nur die Mine und die Klinge unnötig ab.

4. Die Spitze kontrollieren

Sieh dir die Spitze an: Ist sie gleichmäßig und unbeschädigt? Wenn die Mine schief, rissig oder sehr kurz ist, könnte der Anspitzer stumpf oder verschmutzt sein. Ein weiteres deutliches Zeichen für eine stumpfe Klinge ist, dass das Holz in kleinen Stücken oder Splittern statt als langer, spiralförmiger Span herauskommt. Dann ist es Zeit, den Anspitzer zu reinigen und gegebenenfalls die Klinge auszutauschen.



Einen Anspitzer reinigen und pflegen

Ein Anspitzer in bestem Zustand sorgt nicht nur für schönere Spitzen, sondern spart auch Material und Nerven. Mit der Zeit sammeln sich Holzspäne, Grafitstaub und Farbreste im Anspitzer an, wodurch die Klinge schlechter schneidet oder die Mine leichter abbrechen kann. So hältst du deinen Anspitzer lange in gutem Zustand.

  • Den Anspitzer regelmäßig leeren: Ein überfüllter Behälter kann den Stift schief führen und zu einem ungleichmäßigen Ergebnis führen. Leere den Behälter, sobald sich die Späne zu stark ansammeln.

  • Sauber ausbürsten: Verwende eine kleine Bürste, ein Wattestäbchen oder einen trockenen Pinsel, um Grafitstaub und Holzreste rund um die Klinge zu entfernen. Vermeide Wasser, besonders bei Anspitzern aus Metall.

  • Die Klinge austauschen, wenn möglich: Wenn das Holz ausfranst oder die Spitze trotz richtiger Technik immer wieder abbricht, ist die Klinge wahrscheinlich stumpf. Kleine Holzstücke statt eines langen, zusammenhängenden Spans sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Klinge ausgetauscht werden sollte. Wir führen mehrere Anspitzer mit austauschbaren Klingen.

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  • Richtig aufbewahren: Lege keinen Anspitzer voller Späne in dein Federmäppchen. Leere und reinige ihn vor dem Verstauen. Achte außerdem darauf, dass der Deckel sicher sitzt, falls er sich leicht lösen kann.


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