Die Illustratorin Karin Ohlsson (Bahkadisch) verwendet die Aquarellfarben Gansai Tambi von Zig Kuretake regelmäßig. Wir hatten das Vergnügen, sie Schritt für Schritt dabei zu begleiten, wie ihre Illustration von der Skizze bis zum fertigen Motiv entstand. Nachfolgend zeigt Karin in Bildern und Texten, wie ihr Arbeitsprozess aussah und welche Produkte sie verwendet hat.
Für dieses Bild habe ich zunächst eine Skizze angefertigt. Normalerweise zeichne ich meine schwarzen Konturen direkt auf das Aquarellpapier, aber manchmal ist es angenehm, eine Bleistiftskizze als Vorlage zu haben. Die Skizze fertige ich auf einem separaten A4-Blatt an. Anschließend nutze ich einen Leuchttisch, um die Skizze auf mein Aquarellpapier zu übertragen. Der Grund dafür ist, dass ich die Bleistiftskizze nicht wegradieren möchte, sobald die schwarzen Linien fertig sind. Hier habe ich einen Kuretake Bimoji Fude Brush in der zweitkleinsten Größe sowie einen Mangaka-Fineliner verwendet.
Wenn meine Konturen stehen, hole ich meine Holzkiste mit Aquarellfarben von Zig Kuretake hervor. Ich benutze diese Farben schon lange und habe meine Lieblingsfarben gefunden, die ich am häufigsten verwende. Da es 100 Farben zur Auswahl gibt, mische ich die Farben normalerweise nicht auf meiner Palette. Stattdessen verwende ich sie direkt und lasse sie sich auf dem Papier miteinander vermischen. Für die Blätter in diesem Bild verwende ich zum Beispiel Sap Green und Sap Green Deep. Für die Zitronen habe ich Cadmium Yellow und Aureolin verwendet. In den ersten Farbschichten arbeite ich mit der Nass-in-Nass-Technik. Das bedeutet, dass Sap Green nicht trocknen darf, bevor ich etwas Sap Green Deep auftupfe, um verschiedene Grüntöne zu erzeugen. Die Nass-in-Nass-Technik sorgt dafür, dass die Farben ineinanderfließen und einen sanften Farbverlauf von einer Farbe zur nächsten bilden.
Nachdem meine erste Farbschicht getrocknet ist, trage ich gerne eine weitere Schicht auf, bei der ich mich auf verschiedene Details konzentriere. Dabei füge ich unter anderem blaue Streifen auf der Vase, dunklere Bereiche auf der Feder und grüne Details auf dem Blatt hinzu.
Wenn ich mit dem Ergebnis der Aquarellfarben zufrieden bin, greife ich wieder zu meinem Fineliner. Für mich ist das wahrscheinlich der schönste Teil des Prozesses! Ich füge schwarze Details über der Aquarellfarbe hinzu. Sobald alle kleinen schwarzen Striche an ihrem Platz sind, ist das Bild fertig!
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